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Bereits im letzten Jahrhundert kam es zur Bildung einzelner Jugendfeuer-wehren in Deutschland

So ist die älteste bekannte Jugendfeuerwehr die der Feuerwehr Werningerode im Harz. Sie wurde  1865 als Internatsfeuerwehr eines Jungen-Gymnasium gegründet.

In der Zeit bis 1932 gründeten sich immer wieder vereinzelt Jugendabteilungen in Feuerwehren, um Nachwuchs zu sichern oder - wie  bei  den  Berufsfeuerwehren - um neue Mitarbeiter schon in frühen Jahren auszubilden. Dies blieb aber nur Jungen im Alter von ca. 14 Jahren  vorbehalten und hatte eine strenge, fast schon militärisch geprägte Ausrichtung.

Mit  Machtergreifung der Nationalsozialisten im Jahre 1933 änderte sich die gesamte  Struktur in der deutschen Feuerwehrlandschaft. Die Vereine der Freiwilligen Feuerwehren wurden in ihrer selbständigen Verwaltung eingeengt,  die bestehenden Jugendabteilungen wurden zunächst beibehalten und in sogenannte „Jungwehren“ umgewandelt. Am 23.11.1939 wurden die Feuerwehren in Deutschland per Gesetz in eine „Hilfspolizeitruppe“ überführt  (Feuerlöschpolizei), die Vereine wurden aufgelöst und die Jungwehren in die HJ überführt. Eine Jugendarbeit wie seither fand bis Kriegsende nun nicht mehr statt. Vielmehr  waren die Jugendfeuerwehren nun total in das  politische System eingebunden.

Nach Kriegsende wurden die HJ-Feuerwehrscharen sofort wieder aufgelöst. Die Freiwilligen Feuerwehren in Deutschland entstanden wieder und auch der Gedanke an die Jugendfeuerwehren war noch immer  vorhanden.

Jedoch hatten in den ersten Jahren nach dem Krieg viele Feuerwehren kein Interesse sich aktiv in der Jugendarbeit zu engagieren. Dies änderte sich erst ab dem Jahre 1952,  in dem sich die ersten  Jugendfeuerwehren im damaligen Landkreis Dieburg und 1958 die ersten im Landkreis Darmstadt gründeten. Ein Meilenstein für die Jugendarbeit war 1960 die Gründung der Hesseischen Landesjugendfeuerwehr durch den Hessischen  Feuerwehrverband und vier Jahre später am 31.10.1964 folgte die Geburtsstunde der „Deutschen Jugendfeuerwehr“

In Berlin, 574 Jugendfeuerwehren aus acht Bundesländern schlossen sich zu ihrem Bundesverband   zusammen. Was schließlich zur Folge hatte, dass am 31 Juli 1965 im Fischbachtaler Ortsteil  Lichtenberg die Kreisjugendfeuerwehr Dieburg gegründet wurde. Ein Jahr später folgte der Landkreis Darmstadt mit seiner  Kreisjugendfeuerwehr an dessen Spitze  der  Kamerad  Richard Krämer aus Seeheim stand.

Am 30.08.1976 wurde die Jugendfeuerwehr Ober -Beerbach gegründet. Fast auf den Tag genau 25 Jahre später wurde  am Wochenende des 31.08 bis 01.09.2001,in Verbindung mit einem Gemeindejugendfeuerwehrzeltlager und einem „Tag der offenen Tür „ gefeiert.

Nachdem am Freitagmittag das Zeltdorf von den knapp 100 Jugendlichen, aus  allen Ortsteilfeuerwehren der Gemeinde, aufgebaut wurde, fand um 20.00 Uhr eine kleine Feierstunde in der Bürgerhalle von Ober-Beerbach statt. Vereinsvertreter aus unserm Ort, Kreis- und Gemeindepolitiker und   Repräsentanten der umliegenden Feuerwehren fanden sich hierzu ein. Bei dieser Veranstaltung präsentierte sich die Jugendfeuerwehr mit Hilfe einer Computeranimation. Wie man sieht bleibt die Zeit auch bei uns nicht Stehen.  Anschließend hatten die Gäste das Wort. Sie gratulierten der Jugendfeuerwehr zu ihrem Jubiläum und lobten die Jugendarbeit, die bei der Freiwilligen Feuerwehr Ober-Beerbach seit 25 Jahren geleistet wird. Umrahmt wurde diese  Feierstunde von dem Spielmanns- und Fanfarenzug der Feuerwehr Balkhausen.

Bis zur Gebietsreform im Jahre 1977 und zur Gründung der Kreisjugendfeuerwehr Darmstadt – Dieburg gab es im ehemaligen Landkreis Darmstadt 26 und im  Landkreis Dieburg 25 Jugendfeuerwehren. Die Gründungsversammlung der Kreisjugendfeuerwehr (KJF) Darmstadt – Dieburg fand am 10.12.1976 in Brandau statt.

Von den 48 Jugendwehren waren 38 anwesend. Die erste Jugendordnung wurde  einstimmig angenommen. Zum ersten Kreisjugendfeuerwehrwart des Landkreises Darmstadt-Dieburg wurde  Karl Hildebeutel gewählt.

Bereits im ersten Jahr ihres Bestehens führte die KJFSeminare für Jugendwarte und  Gruppenleiter durch. Der Höhepunkt des Jahres war der erste Kreisjugendfeuerwehrtag vom 29.-31 Juli 1977 in Groß - Bieberau, bei dem auch die ersten Kreiswettkämpfe statt fanden. Ein weiterer Meilenstein war die Einrichtung  einer „Anlaufstelle“   in der „Alten Turnhalle“ in Groß - Bieberau.

Zum 1 Januar 1981 übernahm Gerhard Heller aus Roßdorf das Amt des Kreisjugendfeuerwehrwartes.

Nach dem in der Kreisfreien Stadt Darmstadt die  erste Jugendfeuerwehr gegründet war, wurde diese, durch eine Änderung der Kreisjugendfeuerwehrsatzung in den Kreisjugendfeuerwehrverband aufgenommen. Im November fiel die alte anlaufstelle   in Groß-Bieberau der  Abrissbirne zum Opfer. Neues Domizil war nun in der Rehberg-schule in Roßdorf. Doch bereits vier Jahre später musste die Anlaufstelle der Kreis-musikschule weichen. Ohne Anlaufstelle gestaltete sich die Arbeit  verständlicherweise schwierig und es sollte noch bis zum Jahre 1988 dauern bis in der Pfaffenbergschule in Nieder-Ramstadt eine neue Anlaufstelle ihren Betrieb aufnehmen konnte. Übrigens befindet sie sich auch heute noch dort,  was sich bestens bewährt hat.

Im Jahre 1987 musste der inzwischen jährliche Kreisjugendfeuerwehrtag buchstäblich durch lange und Intensive Regenfälle ins Wasser.

Im Januar 1988 wurde Thilo Bauer aus Semd zum  Kreisjugendfeuerwehrwart gewählt und im April‘88 wurde das Eintrittsalter in der Jugendfeuerwehr von 12 auf 10 Jahre gesenkt. Zu diesem speziellen Thema wurden vom Kreis mehrere Seminare durchgeführt. Die im Jahre 1991 neu  überarbeitet Jugendordnung trat  am 13. März 1992 in Kraft, in der speziell für die 6 Löschbezirke eine eigene Geschäftsordnung erstellt wurde. Die Kreisjugendfeuerwehren der Landkreise Bergstraße, Darmstadt-Dieburg,  Groß-Gerau, Offenbach und der Odenwaldkreis führten am 26 September 1993 erstmals den Südhessenpokal, eine lokale Endscheidung zur Qualifikation des Bundeswettbewerbes durch.

Am 26 Januar 1994 übernahm Michael Beck aus  Nieder-Ramstadt das Amt des Kreisjugendfeuerwehrwartes. Die Zeitschrift  „Feuer und Flamme“ erschien erstmals im Jahre 1995 mit einer Auflage von 600 Stück. Hierin berichtet die Kreisjugend Feuerwehr über Ihre  Aktivitäten 

Am 5 Oktober 1996 wird in der Sparkasse in Groß-Umstand eine Podiumsdiskussion zum Thema „Ehrenamt“ durchgeführt. Anlässlich des 16. Deutschen Jugendfeuerwehrtages führte eine Stafette von Trier nach  Dresden durch den Landkreis. Die Organisation für die Hessische Jugendfeuerwehr übernahm die KJfW Darmstadt- Dieburg. Im Jahre 1998 startete die Homepage der Kreisjugendfeuerwehr im Internet und im selben Jahr konnte dank einer  Spende ein Mannschaftstransportfahrzeug (MTW) an die KJFW übergeben werden.1999 fand der Landesdelegiertentag der Hessischen Jugendfeuerwehr im Lufthansa Schulungszentrum in Seeheim statt. Im Jahre 2000 schließlich führten die  Kreisjugendfeuerwehren Südhessens ein MEGA-Zeltlager in Mühlheim am Main durch .

Dieses wahren sicherlich nur einige wenige „Höhepunkte“ im Laufe von 25 Jahren Arbeit der  Kreisjugendfeuerwehr  Darmstadt-Dieburg.